Das Gendersternchen

Wenn man im Alltag über die Menschen spricht, mit denen man gerne seine Zeit verbringt, nennt man sie oft nur „Freunde“, obwohl man damit eigentlich auch die Freundinnen meint.

Dabei ist wissenschaftlich bewiesen, dass wir, wenn wir die männliche Form eines Wortes lesen und hören, auch immer ein männliches Bild vor unserem inneren Auge haben. Um bei dem Wort Schüler das Bild einer Schülerin zu sehen, muss man sich etwas anstrengen. Wenn also in einem Text nur männliche Wortformen vorkommen, erscheint es uns nicht selbstverständlich, dass beispielsweise auch Freundinnen, Elektrikerinnen oder Professorinnen gemeint sind.

Wir sind überzeugt, dass Frauen und Männer das Recht auf Gleichberechtigung haben. Deswegen versuchen wir so zu formulieren, dass alle einbezogen werden. 

„Alle“, das sind aber nicht nur Männer und Frauen: Es gibt als Mädchen geborene Menschen, die sich wie Jungen fühlen und als Jungen geborene Menschen, die sich wie Mädchen fühlen. Manche fühlen sich weder wie Mädchen noch wie Jungen und bezeichnen sich selbst als „geschlechtslos“. Auch gibt es Leute, die sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurden. Von diesen wollen sich viele nicht Mann oder Frau nennen lassen, weil sie sich gleichzeitig männlich und weiblich fühlen, oder keines von beidem. Einige wollen sich keiner Gruppe zuordnen, sondern einfach als Menschen gesehen werden. 

Um mit unserer Sprache zu zeigen, dass wir ALLE Menschen einbeziehen und unserer Ansicht nach alle Menschen das Recht haben, einfach so zu sein, wie sie sind, benutzen wir das sogenannte Gendersternchen*. (Das englische Wort „Gender“ bezeichnet das „soziale“ Geschlecht – beschreibt also wie wir und fühlen - und nicht das biologische Geschlecht.)

Schreibformen wie „Naturfreund*in“ sind also bei uns Standard. Wir wollen damit zeigen, dass jede*r in unserem Verband willkommen

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